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IrlandOctober 11 Irland August/September 2006Hallo, Schon auf dem Landeanflug auf Shannon ist mir diese unglaubliche Vielfalt der Grüntöne aufgefallen. Das Land ist in viele Weiden unterteilt, die von Steinmauern umgrenzt und von Vieh und Schafen bewohnt wird. Wir sind mit Ryanair von Frankfurt-Hahn aus geflogen. Der Flug verlief ziemlich problemlos und die Maschinen von Ryanair waren dafür, dass es sich hierbei um eine Billigfluglinie handelte, sehr modern, wenn auch nicht sehr komfortabel (was aber der Preis wieder wett macht). Nach der Landung und der Gepäckabholung, fuhren wir mit einem Mietwagen der Verleihfirma Budget Richtung Lahinch im County Clare. An den Linksverkehr mussten wir uns erst gewöhnen, aber nach einiger Zeit passierte es immer seltener, dass man plötzlich auf der rechten Spur stand. :D 27.09.06 Am nächsten Tag sind wir dann nach Ennis gefahren, die Hauptstadt der Grafschaft Clare. Dort haben wir erstmal eingekauft und anschließend einen Stadtbummel gemacht. Auch eine sehr sympathische Stadt, mit vielen historischen Gebäuden. Am 28. August stand dann der Burren auf unserem Plan. Wir hatten uns eine Tour aus dem ADAC-Reiseführer ausgesucht, welche eigentlich ganz gut war. Angefangen hat sie in Kilfenora, wo das Burren Visitor Centre steht. Nachdem wir uns Kilfenora Cathedral angeschaut hatten, ging es mitten in das Herz des Burrens. Eine faszinierende Landschaft, mit bizarrer Landschaft und vielen alten Monumenten. Nun stand ein Hügelgrab auf unserem Plan. Rechts einbiegen, nach ein paar Hundert Metern müsste ein Schild erscheinen, sagt uns der Reiseführer. Wir fuhren und fuhren, doch kein Schild. Im nächsten Ort namens Doughnaval (der mindestens 6km später auf der Strecke lag :D ), kehrten wir schließlich verwirrt um, bis wir dann am Anfang der Strecke doch noch das Schild entdeckten und feststellen mussten, dass wir eiskalt daran vorbei gefahren waren. Das Hügelgrab ein alter Steinhaufen mit Pflanzen, aber trotzdem konnte man die Mysthik spüren, die von ihm ausging. Zwischen den Steinplatten des Burren wuchsen wunderschöne Pflanzen, die man mit Sicherheit nicht in Irland erwartet hätte. 29.09.06 Am 29. August ging es dann nach Doolin, einem kleinen, schicken Dorf am Meer. Eigentlich wollten wir nach Inisheer, einer der Aran-Islands fahren, jedoch schreckten uns die 100€ für die Fähre ab, sodass wir eine Wanderung an der Felsenküste von Doolin machten. Wir kletterten auf den Klippen, neben uns die tobende See. Wir konnten nun auch die Fähre sehen, die in den Wellen hin und her schwankte. Irgendwann fanden wir einen richtig schönen Platz, an dem wir uns niederließen und dösten dort ein bisschen in der warmen Sonne. Dieses Rauschen des Meeres, das Schreien der Vögel, all das beruhigt, all das baut den Stress ab, der sich über ein Jahr im Körper gesammelt hat. 30.09.06 An diesem Tag war unser Ruhetag. Wir machten einen Spaziergang am Lahincher Strand bummelten durch die Straßen und Gässchen des Städtchens und beendeten den Tag mit einem Pubbesuch in Ennistimon. Was für ein unvergessliches Erlebnis. Wunderbare Atmosphäre in diesen gemütlichen Pubs und tolle traditionelle Musik. Mit Querföten und einem Instrument, das aussah wie ein kleines Akkordeon, den Takt gab eine Trommel. Was mich besonders erstaunt hat, war diese Offenheit, diese, wie soll man es am besten beschreiben, plötzlich stand ein Mann von seinem Stuhl auf und sang seiner Tochter ein Ständchen. Wo sieht man das in Deutschland? 31.09.06 Heute ging es nach Kylemore Abbey. Von Lahinch durch ganz County Clare und dann in den Norden des Countys Galway. Im Atlas hat es gar nicht so weit ausgesehen, doch ein irischer Kilometer ist länger, als ein deutscher :D. Doch nichtsdestotrotz war es ein wunderschöner Tag. Allein die Fahrt durch Connemara war ein einzigartiges Erlebnis. Grün-braune Hügel, umgeben von Nebel. Zwischen den Hügeln, dunkle Lochs. Dann mal ein Meeresarm, der sich weit in das Landesinnere zieht. Schafe auf der Straße, die den Weg versperren. Und dann kommt man in Kylemore Abbey an und traut seinen Augen nicht. In dieser mysthisch-melancholischen Landschaft ist ein prächtiger Garten mit Palmen und Farnen, Gemüse aller Art. Ein schöner, englischer Garten. Die 20-30 Gärtner pflegen und hegen diesen zu jeder Zeit. Und ein prächtiges Schloss steht am Fuße des Berges. Es wurde von einem reichen Mann namens Mitchell Henry als Geschenk für seine Frau erbaut. Später zogen Nonnen ein, um in dieser Abgeschiedenheit zu leben und zu beten. Außerdem ist auch noch ein Mädcheninternat im Schloss untergebracht. Diese Mädchen sitzen an den Fenstern im ersten Stock und winken den Besuchern :). Von dem Gebäude selber kann man nur ein paar Räume besuchen, was aber wegen dem Internat selbstverständlich ist. Aber schon von diesen wenigen Zimmern bekommt man einen Eindruck, wie dieser Mitchell Henry mit seiner Familie gelebt hat. Folgt man dem Weg, der um den romantischen See führt, kommt man zu einer kleinen, schnuckeligen Kirche, die im neo-gothischen Stil erbaut worden ist. Ein richtiges, kleines Schmuckstück. Auf dem Heimweg machten wir noch einen kleinen Abstecher nach Galway und schlenderten durch die Fußgängerzone. Es gab viele Künstler dort, von einer kleinen, gelangweilten Sängerin mit Gitarre, bis zu einem Jongleur, der seine Tricks aufführte und Witze mit dem Publikum machte. Gegessen haben wir dann in eine, Fish'n Chips Lokal. Dieses Gericht muss man einfach mal probiert haben. Zwar schmeckt es am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig, wird dann aber immer leckerer. Den Abschluss unseres Abends krönte dann schließlich der Besuch der größten Schwanenkolonie Europas, im Hafen von Galway. Dann ging es wieder Richtung Lahinch.
Am 1. September war wieder ein wunderschöner Sonnentag, den wir am Strand verbrachten. Wir konnten uns so vom harten, vorherigen Tag erholen. 02.09.06 Am heutigen Tag stand eine Wanderung auf dem Plan. So marschierten wir auf einem schönen Weg bei Lahinch, am Wegesrand begegneten wir ruhigen Kühen und aufgebrachten Eseln. Wunderschöne, orangefarbene Blumen säumten unsere Route. Und auch hier ist mir diese Freundlichkeit der Iren aufgefallen. Egal ob Autofahrer oder Fahrradfahrer, alle grüßten und winkten freundlich. Es war eine sehr ruhige Wanderung, wunderbar entspannend. Die frische Luft, die schöne Landschaft, all diese Dinge trugen zu einem durchaus gutgelaunten Gemüt bei. Am Ende liefen wir ein paar Kilometer am Strand entlang, wieder Richtung Lahinch. Doch dann der Schock: der Strand endet, ein Zaun umgibt eine Weide. Ein Schild warnt: Beware of the Bull!. Was nun? Den ganzen Weg zurücklaufen? Oder doch über die Weie laufen? Wir schauten uns die Weide genau an, keine Spuren von Rindern. Wir wagen es und haben Glück. Nur ein paar Kuhfladen. Erleichtert ging es dann wieder heim. 03.09.06 Der heutige Tag war wetterlich gesehen der Schönste. Die Sonne strahlte mit kräftig vom Himmel und so verbrachten wir unseren Tag wieder einmal am Strand mit lesen und einfach vor sich hindösen. 04.09.06 Den 4. September vergessen wir lieber gleich wieder. Wir schauen am Morgen aus dem Fenster, gar nicht so schlecht das Wetter. Fahren wir doch nochmal in den Burren, diesesmal aber, um zu wandern. Ergebnis: Wir fuhren nach Ballyvaughan auf den Burren Way, stellten das Auto ab und just in dem Moment finf es an zu regnen. Wir dachten uns: Naja, irischer Regen, hört bal wieder auf. Denkste! Wir laufen eine Zeit lang, der Regen fällt immer noch mit der gleichen Intensität vom Himmel herab. Wir kehrten um. Es regnete und regnete. Enttäuscht fuhren wir wieder heim und wärmten uns an einem schönen Torffeuer. 05.09.06
Nach dem Besuch des Parks ging es nach Limerick, einer sehr schönen Stadt mit historischen Gebäuden. Wir liefen den Shannon entlang und bewunderten King John's Castle von außen. Doch leider zwangen mich dann meine Eltern und meine Schwester mit ihnen eine Shopping-Tour zu machen. So ging es in Dunnes Stores und diversen Modegeschäften. Ein Höhepunkt für mich in Limerick war der Buchladen. 3 Etagen vollgestopft mit Büchern. Hier verbrachten wir eine gewisse Zeit. Am Abend ging es dann wieder nach Hause.
Am heutigen Tag bummelten wir durch Liscannor, einem kleinen Dorf nahe unserem. Neben verfallenen Fischerhütten stehen moderne Neubauten, ein schöner Kontrast. Den Tag selber verbrachten wir wieder am Strand. Am Abend fuhren wir nochmals an die Cliffs of Moher, um diese bei Sonnenuntergang zu bewundern, doch leider kamen wir erst an, als die Sonne schon hinter dem Horizont verschwunden war. 07.09.06 Auch diesen Tag genossen wir am Strand, wo heute die Uni Galway irgendwelche Tests durchführte. 08.09.06 Der letzte Tag, den wir in Irland verbrachten. Wir machten nochmal eine Wanderung in der Umgebung von Lahinch. Hügel, die im hellen Sonnenlicht in intensivstem grün strahlten. Wir atmeten die irische Luft nochmal tief ein. Verabschiedeten uns von dieser traumhasten Landschaft. 09.09.06 Heute ging es wieder Richtung Deutschland. Ein letzter Blick aus dem Flugzeug fiel wehmütig auf die grüne Insel. Doch ich wusste genau, dass ich bald zurückkehren würde! |
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